Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur!

(Friedrich Schiller)

An Ostern haben gläubige unseres Kulturkreises die Wiederauferstehung Jesus Christus im Schatten einer kollektiven Pandemie gefeiert. Als Symbol des christlichen Glaubens, sehen wir allerorts den ans Kreuz genagelten Jesus als Mahnmal für die menschliche Schuld, für die er sein Leben hingegeben hat. Ein Symbol, das den Schatten in unserem Bewusstsein wachhält, welches Leid wir Menschen uns gegenseitig seit jeher zugefügt haben.

Alles woran wir glauben, was wahr und richtig ist und uns über Recht und Unrecht urteilen lässt, ist das, dass wir von der Gesellschaft und dem Umfeld in der wir aufgewachsen sind überliefert, übernommen und verinnerlicht haben.

Doch erschließt sich die wirkliche Bedeutung und der Sinn eines Lebens nicht jenseits unseres urteilenden Verstandes, der sich demütig vor dem Mahnmal der menschlichen Schuld niederkniet? Dürfen wir die Auferstehung Jesus Christus in unserer aufgeklärten Welt nicht auch als Botschaft verstehen, unseren Schatten ins Licht zu erheben? – denn wir wissen, dass das eine ohne dem anderen nicht existieren kann. Wie kann ich unkontrollierte Begeisterung, Leidenschaft, Freude, Lust und Liebe frei ausdrücken, wenn ich gelernt habe, Wut, Aggression und Angst zu unterdrücken und zu kontrollieren. Wie kann ich mich selbst lieben, wenn ich meine Schattenanteile ablehne? Wie können Augen leuchten, wenn der Schatten mein inneres Feuer auf kleiner Flamme hält? Wie kann sich unser Potenzial frei entfalten, wenn der Schatten der Schuld die natürliche Freude unterdrückt?

Leben ist auf Wachstum ausgerichtet und Energie folgt der Aufmerksamkeit, mit offenen Sinnen im Fluss der Dinge zu sein, die wir gerne machen.
Freude ist ein untrügliches und unbestechliches Signal, ob du den Weg deines Herzens gehst oder nicht.

Wem, oder woran also wollen wir glauben, wenn wir lernen zu verstehen was wir werden können, wenn wir im Fluss der Dinge die wir gern machen einfach erfolgreicher sind. Indem wir uns vertrauen, dem zu Folgen was die Stimmung erhellt, aufmerksam zu werden, für dass, das Freude macht. Welche Sinne, welches innere Barometer klingt an, denen auch alle Glaubenssätze anhaften, die anerkannt und angenommen werden wollen, damit sie an Einfluss verlieren, um mir meiner Selbst bewusst der Spur der Freude folgen zu können.

Was bereitet dir Freude? Was weckt deine Aufmerksamkeit? Was lässt dich innerlich jubilieren? Was berührt dich? Wie findest du auf die Spur, die deinem Leben einen Sinn gibt. Wie kannst du dich aus den Dogmen deiner persönlichen und gesellschaftlich überlieferten Glaubensstrukturen erheben und deine Schatten ins LIcht bringen?

Diese Zeit eröffnet möglichweise einen Raum sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen. Der Spur der Freude zu folgen, ist ein Weg zu dir. Eine Expedition in dein Herz. Eine Begegnung mit dir selbst.

 

           Freude heißt die starke Feder in der ewigen Natur!